Darmstadts Wasserballerinnen mit starken Saisonleistungen

Darmstadt, 23. Juni 2026

WVD-Damen werden erneut Süddeutscher Meister – weiblicher U14-Nachwuchs begeistert

Die erfolgreiche Damenmannschaft des WV Darmstadt ist erneut Süddeutscher Meister. In drei begeisternden Spielen gelangen drei Siege in Folge gegen die Auswahl aus Stuttgart.

Während die ersten beiden Erfolge mit 17:12 und 13:5 noch deutlich ausfielen, wurde das dritte und vorentscheidende Spiel in Stuttgart zu einem echten Krimi. Der dritte Sieg war von einer Dramatik geprägt, wie sie lange nicht mehr zu erleben war. Die komfortable Halbzeitführung von 13:7 wurde durch Unkonzentriertheiten im Abschluss und in der Abwehr sowie insbesondere durch die überragend aufspielende und kaum zu stoppende Stuttgarter Bundesligaspielerin Felina Ramesohl bis Mitte des vierten Viertels vollständig verspielt. Plötzlich führten die Gastgeberinnen mit 21:20.

Doch es kam noch härter für die Darmstädterinnen: Die bis dahin mit acht Treffern erfolgreichste Spielerin, Pia Freier, musste nach ihrem dritten persönlichen Fehler endgültig das Wasser verlassen.

Den anschließenden Fünf-Meter-Strafwurf konnte Darmstadts Torfrau Lilly Schommartz jedoch stark parieren. Dies war das Signal zum Gegenschlag. Drei Tore in Folge durch Levke Ellerbek und Frenie Esshuis in den letzten drei Spielminuten sicherten den umjubelten 23:21-Erfolg und damit vorzeitig die zweite Süddeutsche Meisterschaft in Folge.

Im bedeutungslos gewordenen Rückspiel in Darmstadt gelang den Stuttgarterinnen schließlich doch noch ein Sieg. In einer umkämpften Partie setzten sie sich knapp mit 10:9 durch und feierten damit ihren ersten Saisonsieg gegen die Darmstädterinnen.

Es spielten:
Tor: Lilly Schommartz, Melissa Pfütze
Feldspielerinnen (Tore): Pia Freier (27), María Steinborn (2), Lea Korn (7), Frenie Esshuis (3), Sibo Lang, Maren Laux, Levke Ellerbek (6), Jonna Küppers (8), Isabel Schaub (2), Annka Schmidt (3), Rita Farkas (2), Dasha Rumantseva (1), Aténé Pialla, Julia Franke, Benthe Baijens, Hannah Jannot, Nadine Schwenk (1)

WVD-Wasserballnachwuchs überzeugt im Süden und Westen

Das weibliche U14-Nachwuchsteam des WV Darmstadt trat in dieser Saison gleich in zwei überregionalen Wettbewerben im Süden und Westen Deutschlands an.

 
Süddeutsche Meisterschaftsrunde der U14-Mädchen – Platz 2

In der Süddeutschen Meisterschaftsrunde trafen die Darmstädterinnen auf den amtierenden deutschen U14-Vizemeister aus Esslingen sowie auf das Team aus München.

Gegen die junge Mannschaft aus München gelangen bislang zwei deutliche Siege mit 21:6 und 19:4. Esslingen hingegen erwies sich im ersten Aufeinandertreffen im Darmstädter Nordbad Anfang des Jahres noch als zu stark. Das Spiel ging deutlich mit 3:17 verloren.

Im Rückspiel in Esslingen war jedoch die positive Entwicklung des Darmstädter Nachwuchsteams deutlich zu erkennen. Zwar gerieten die Hessinnen aufgrund von anfänglichem Respekt und einer mangelhaften Chancenverwertung im ersten Viertel mit 0:5 in Rückstand. In den folgenden drei Spielabschnitten konnten die Darmstädter Talente jedoch deutlich besser mithalten und mit Viertelergebnissen von 4:3, 1:4 und 3:4 das Endergebnis von 8:16 respektabel gestalten.

Aufgrund der weiteren klaren Siege Esslingens gegen München steht die Süddeutsche Meisterschaft bereits zugunsten der Esslingerinnen fest. Darmstadt sicherte sich durch die beiden Erfolge gegen München erneut die Süddeutsche Vizemeisterschaft.

Am kommenden Wochenende steht noch die abschließende dritte Runde in München an. Zwar sind die Begegnungen für die Platzierungen bereits bedeutungslos, dennoch sollen die Spiele genutzt werden, um weitere Erfahrungen zu sammeln und sich spielerisch noch näher an das starke Esslinger Team heranzuarbeiten.

Es spielten:
Tor: Lisa Eiserfey, Mia Paulsen
Feldspielerinnen (Tore): Giulia Kaschub (16), Mascha Fryndak (12), Marit Naumann (9), Kristina Lystopad (6), Lisa Eiserfey (5), Tianna Zeigler (3), Mia Paulsen (2), Katharina Bär, Maja Mehm, Valerie Körber, Noemi Kim, Yevheniia Vovchak, Carlotta Montero-Schulz

Westdeutsche Meisterschaftsrunde der U14-Mädchen – Platz 4

Bei der erstmaligen Teilnahme an der Westdeutschen Meisterschaftsrunde trafen die Darmstädter Wasserballerinnen auf einige der besten deutschen U14-Mädchenmannschaften aus Uerdingen, Duisburg, Bochum, Düsseldorf, Aachen und Esslingen.

In den zwölf Saisonspielen gelangen sieben starke und teilweise sehr deutliche Siege gegen Uerdingen (13:6), Bochum (13:9 und 10:0), Düsseldorf (18:8 und 25:10) sowie Aachen (22:2 und 20:2). Gegen Duisburg mussten sich die Darmstädterinnen dagegen zweimal nur knapp geschlagen geben (7:10 und 4:5).

Damit belegten die WVD-Mädels hinter Esslingen und Duisburg sowie punkt- und torgleich mit dem Drittplatzierten Uerdingen einen hervorragenden, wenn auch etwas undankbaren vierten Platz.

Über die gesamte Saison hinweg waren deutliche Fortschritte in den Bereichen Taktik, Angriffs- und Abwehrverhalten, Schusstechnik sowie Schwimmleistung erkennbar. Besonders erfreulich: Mit Liefke Baijens (2. Platz), Mascha Fryndak (7. Platz) und Giulia Kaschub (9. Platz) schafften es gleich drei Darmstädterinnen unter die zehn besten Torschützinnen der Liga.

Auch die beiden Torfrauen Lisa Eiserfey und Mia Paulsen konnten sich als Feldspielerinnen in die Torschützenliste eintragen. Doch Tore allein entscheiden keine Spiele. Gewonnen werden Partien vor allem in der Defensive. Hier überzeugte das Darmstädter Team durch starke Mannschaftsleistungen, großen Kampfgeist und ein häufig sehr kluges taktisches Abwehrverhalten.

Das Trainerteam zeigte sich über die hervorragende Entwicklung innerhalb einer einzigen Saison entsprechend erfreut.

Damit wurde der Grundstein gelegt, in der Saison 2026/2027 als WVD-Team direkt an Deutschen Meisterschaften sowie am Deutschen Pokal der weiblichen Jugend teilzunehmen.

Es spielten:
Tor: Lisa Eiserfey, Mia Paulsen
Feldspielerinnen (Tore): Liefke Baijens (48), Mascha Fryndak (35), Giulia Kaschub (30), Marit Naumann (17), Mia Paulsen (9), Kristina Lystopad (6), Lisa Eiserfey (5), Laura Treichel (2), Tianna Zeigler (2), Leticia Garcia (1), Katharina Bär (1), Maja Mehm, Valerie Körber, Mariam Iadidi, Noemi Kim, Yevheniia Vovchak, Carlotta Montero-Schulz, Paulina Oleinik

Bericht: Jürgen Andrae