Trotz bester Saison seit langem: WVD steigt ab in die Oberliga

Der Wasserball-Verein Darmstadt hat am Wochenende in Würzburg das entscheidende Relegationsspiel um den letzten freien Platz in der 2. Wasserballiga Süd gegen den SV Bietigheim mit 7:16 (3:2, 2:4, 1:6, 1:4) verloren. Damit muss der WVD nach über 25 Jahren zweiter Liga, die früher Regionalliga Süd hieß, in die Oberliga Hessen zurück. Das ist bitter für die Darmstädter, spielten sie doch ihre beste Saison seit langem. Man holte elf Punkte, darunter zwei im Heimsieg gegen den späteren Erstligaaufsteiger Ludwigsburg. Nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses lag man hinter Friedberg auf dem vorletzten Rang, deutlich vor dem Letzten Nürnberg, die nur zwei Punkte holten. So kam es zur Relegation gegen den Spitzenreiter aus der Oberliga Baden-Württemberg. Lange war es unklar, ob es überhaupt eine Relegation geben würde, und so hatten viele vom WVD die Saison schon beendet. Da fiel es schwer, den Schalter noch einmal umzulegen. Anfangs lag der WVD im Relegationsspiel auch in Führung, doch nur bis in die Mitte des zweiten Viertels. Zur Halbzeit stand es 6:7, so dass noch alles offen schien. Doch im dritten Viertel zog Bietigheim auf einen Sechstorevorsprung davon und das Spiel war entschieden.
Der Abstieg ist vielleicht eine bittere Pille für den WVD. Es gibt dem WVD nun die Gelegenheit, den Generationenwechsel zu jüngeren Spielern fortzuführen und ein neues Team aufzubauen. Der Kader der ersten Mannschaft für die neue Saison steht praktisch fest. Abgänge von bisherigen Leistungsträgern (Tim Groß und Sven Geburtig) müssen aus der eigenen Jugend kompensiert werden. Die bisherige Trennung zwischen erster und zweiter Mannschaft wird aufgehoben werden.